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Zell, Museum für Ortsgeschichte & Weinbau

Ortsgeschichte und Weinbau

Das Weinbaugebiet um den Ort Zell im Zellertal hat einen ganz besonderen Ruf: Der als „Schwarzer Herrgott" bekannte Wein ist über die Region hinaus bekannt.

708 erstmals urkundlich erwähnt, gilt Zell als ältester Weinbau betreibender Ort der Pfalz. Belegt wird die lange Tradition durch den noch vorhandenen Kelterstein einer Baumkelter, die im Museum als Modell zu sehen ist. Fast 1000 Jahre fand das Verfahren, Trauben in Säcken durch eine Baumpresse zu zerdrücken, Anwendung. Bis um 500 n. Chr. als Standardtechnik im Gebrauch, wurde es bis ins 19. Jahrhundert noch vereinzelt betrieben.

Die historische Bedeutung des Ortes liegt vor allem auf klerikalem Gebiet. Im 8. Jahrhundert erbaute der englische Glaubensbote Philipp eine Cellula. Später erfolgte die Errichtung eines Philippstiftes und die Gründung einer Bruderschaft. Der einsetzende Wallfahrtszustrom basiert auf der Hoffnung männlichen Nachwuchs zu gebären, was sogar bedeutende Damen des Adels nach Zell führte. 1947 wurde auf dem Gut Golsen die Gründung des Landes Rheinland-Pfalz beraten. Schließlich hatte die Familie Golsen einige Persönlichkeiten in Politik und Kultur hervorgebracht. Es soll offen bleiben, wie der Wein zu seinem Namen kam und welch hohe Adelsdame nach Zell pilgerte. Des Rätsels Lösung befindet sich im Museum.

Öffnungszeiten: Nach Absprache

Hauptstraße 4, 67308 Zellertal-Zell
Tel.: 06355/1053

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