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Kerzenheim - Ruine des Klosters St. Maria

Die Zisterzienserinnenabtei St. Maria in Rosenthal ist 1241 vom Grafen Eberhard II. von Kloster-RosenthalEberstein gegründet worden. Die Kirche wurde im frühgotischen Stil erbaut und 1261 geweiht. Viele Töchter des Landadels traten in das Kloster ein, das sich außer Erziehungsaufgaben dem Landbau und seiner Verbesserung widmete. König Adolf von Nassau, der 1298 in der historischen Königschlacht am Hasenbühl im nahegelegenen Göllheim fiel, ruhte elf Jahre in der Klosterkirche, bis er im Speyerer Dom beigesetzt werden konnte. 

Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche im spätgotischen Stil Klosterruine Rosenthalumgebaut. Dem Kloster standen 14 Äbtissinnen vor, bis es im Bauernkrieg verwüstet und 1572 durch Graf Phillip IV. von Nassau-Saarbrücken endgültig aufgelöst wurde. Von der einschiffi gen Abteikirche blieben Seitenmauerreste mit Strebepfeilern und der westliche Giebel erhalten, der das für Rosenthal charakteristische Türmchen mit dem Steinhaubendach trägt. Grabplatten von Äbtissinnen und Stiftern stehen an den Seitenmauern der Kirche. Der Kreuzgang ist völlig verschwunden. Die Gesamtanlage des Klosters ist im wesentlichen erhalten und alle Gebäude befinden sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz.

Die Kirchenruine selbst ist seit 1863 im Eigentum des Historischen Vereins Rosenthal und Umgebung e.V., der regelmäßig Führungen anbietet.

Öffnungszeiten: April bis Oktober an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr,
Führungen für Gruppen nach Anmeldung ganzjährig möglich.

Anmeldung und Infos: www.hist-verein-rosenthal.de

 

 

 

 

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