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Falkenstein - Burg Falkenstein

Auf fast senkrecht über dem Dorf jäh auftürmenden ehemaligen Vulkanschlot thronen imposant die Überreste der einst stolzen Burg Falkenstein. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1135. 1233 gründete Philipp IV. v. Bolanden die Falkensteiner Nebenlinie der Reichsministerialen, seit 1397 Grafen v. Falkenstein. Nach deren Aussterben 1418 folgten die Grafen v. Virneburg als Erben, von denen Wirich von Daun-Oberstein die hochverschuldete Burg und Grafschaft 1456 erwirbt. Dessen Sohn Melchior stiftete 1499 eine ewige Wochenmesse „vor unser burg zu
Falkensteyn" gelegenen Katharinenkapelle. An ihn erinnert der sagenumwobene Stein mit der
Inschrift „wie du willt melchior". Kaiser Friedrich belehnte 1458 Herzog Johann von Lothringen mit der Herrschaft Falkenstein. 1667 folgte der Verkauf durch den letzten Grafen Wilhelm Wirich an den Herzog von Lothringen. In dessen Besitz, ab 1736 dem Hause Habsburg-Lothringen angehörig, bis 1801. Das Burgareal gehört seit 1996 der Ortsgemeinde. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen folgten 1978 und 1984, die Freilichtbühne wurde 1993 eröffnet.

1647 sprengten französische Truppen die Burg, danach Garnison lothringischer Truppen, 1654 bezwangen Falkensteiner Untertanen die lothringische Besatzung. Während des Wildfangstreites 1664-1666 wurde sie wohl endgültig zerstört. Dennoch sind viele Burgteile (z.B. die Schildmauer, die Zisterne, Bastionstürme, Außenmauer des Palas, etc.) vorhanden bzw. deutlich erkennbar.
Die Ruine und ihre Umgebung sind heute malerische Kulisse für Veranstaltungen, wie z.B. das „Mittelalterspektakulum", den Weihnachtsmarkt oder die „Falkensteiner Sommertouren".

Informationen:
Donnersberg-Touristik-Verband, Tel. 06352 / 1712
Verbandsgemeinde Winnweiler, Tel. 06302 / 602-61

 

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