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Göllheim, Museum "Uhl´sches Haus"

Mittelalterliche Geschichte, Archäologie, Industriegeschichte (Fa. Dyckerhoff), Heimatgeschichte, Kulturgeschichte (Antike Puppen und Puppenstuben)

In den 2014/2015 neu gestalteten Museumsräumen im Uhl'schen Haus gewinnt der Besucher Einblicke in das Leben und Wirken der reichen Erbauerfamilie Uhl anhand von Bild- und Zeitdokumenten. Die Architektur des großbürgerlichen Gebäudes aus dem Jahr 1898, ungewöhnlich im bäuerlich geprägten Umfeld, wird erläutert und kann an den original erhaltenen Holz- und Glasarbeiten Deckenbemalungen und antiken Öfen in Augenschein genommen werden. Interessante Funde aus der Vor- und Frühgeschichte eröffnen die historische Abteilung des Museums im ersten Stock des Hauses. Im Zentrum der Sammlungen des Museums steht die "Schlacht am Hasenbühl" von 1298, die vor den Toren Göllheims stattfand. Die letzte große mittelalterliche Ritterschlacht sicherte Albrecht von Österreich mit dem Sieg über Adolf von Nassau die habsburgische Vormachtstellung im Deutschen Reich und er errang die Königskrone. Vielfältige Exponate und ein anschauliches Diorama des Schlachtgetümmels vermitteln großen und kleinen Besuchern die Relevanz dieses historischen Ereignisses. Göllheim bietet aber auch in geologischer Hinsicht Interessantes. In einem weiteren Ausstellungsraum wird die Verbindung zum Geo-Park "Dachsberg" vor den Toren des Ortes hergestellt und an ausgewählten Exponaten vertieft. Über 20 Millionen Jahre alte Gesteine aus der Tertiär-Zeit vermitteln Einblicke in die Erdgeschichte, in die ehemalige "Göllheimer Lagune" und die steinernen Zeugen des Meeres, das einst hier wogte. Heute wird das fossile Gestein um Göllheim abgebaut und zu Beton verarbeitet. Die zentrale Bedeutung der Firma Dyckerhoff für den Ort kann der Besucher anhand der Darstellung der Göllheimer Werksgeschichte nachvollziehen. Eine völlig andere Sammlung bringt ihm einen wesentlichen Teil der Geschichte der Kindheit näher. Historische Puppen und Puppenstuben aus der Sammlung der Göllheimerin Karin Heinz zeigen, dass Kindheit in den letzten beiden Jahrhunderten etwas anderes bedeutete, als es die freiheitliche und auf persönliche Entwicklung bezogene Pädagogik heutzutage propagiert. Puppen spiegelten das Frauenideal ihrer Zeit - Puppenstuben zeigten kleinen Mädchen die Welt, die ihnen später ihre Rolle in der Gesellschaft der Gründerzeit zuwies. Die aufwändige Herstellung dieser wertvollen Puppen wird in vielfältigen Exponaten dokumentiert. Alle Themen der Sammlungsschwerpunkte kann der Besucher in Zeitdokumenten und Medienstationen verfolgen, aber auch durch Exponate "zum Anfassen" hautnah  erfahren. Im Museum sind Veröffentlichungen und Materialien zu den Themenschwerpunkten erhältlich. Jährlich finden auch Sonderausstellungen statt.
Im "Museumscafe" kann der Besucher an Sonntagen gemütlich verweilen. Das Museum und Göllheim werden ein lohnenswertes Ziel für die ganze Familie sein.

Öffnungszeiten: Sonntags von 14.00 – 17.00 Uhr, Dienstags und Donnerstags von 14.30 – 16.30 Uhr oder nach Vereinbarung.

Hauptstr. 7, 67307 Göllheim
Tel.: 06351/1230297 bzw. 06351/4909-18
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www.museum-uhlsches-haus.de
www.gemeinde-goellheim.de

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