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Mannweiler - Reichsburg Randeck

Die einstige Reichsburg Randeck ist im 12. Jahrhundert zum Schutz verschiedener Straßen und der nördlichen Grenzen auf einem steilen Bergvorsprung erbaut worden. Vorhanden sind heute nur noch eine halbe Ringmauer, ein 7 Meter hoher quadratischer Flankierungsturm und weitere Türmchen, ein hohes Eckvorwerk und die Grundmauern eines runden 3,5 Meter dicken Bergfrieds.

Zur Geschichte der Burg ist folgendes überliefert: Randeck war zunächst ein Reichsdienstmannensitz. So wird schon 1200 Heinrich von Randeck bei der Zollbefreiung für das Erzstift Trier als königlicher Bürger genannt. 1248 heiratete Embecho von Löwenstein Luderade von Randeck und beide nahmen ihren Wohnsitz auf der Burg. Damit beginnt die Randeck eine sogenannte Ganenburg zu werden, d.h. über den Besitz konnten die Nachkommen der Erblinien nur noch gemeinsam verfügen. Streitigkeiten waren in den Folgezeiten vorprogrammiert. Durch Einheirat fassten 1420 die Flersheimer hier Fuß. 1521 starb der letzte Randecker Ganerbe Emmerich und 1645 soll der letzte Flersheimer seine Burgenherrschaft für 2.200 Reichstaler verkauft haben. 1649 erreichten die auf der Burg lebenden Löwensteiner, dass Johann Wolfgang Burgherr wurde. Spätere Besitzer funktionierten den Burgbesitz wohl zuletzt zum Bauernhof um.

Überliefert ist weiterhin, dass die Franzosen im Mai 1690 den Bergfried sprengten und Teile der Burganlage sowie des Dorfes Mannweiler verbrannten. Friedensrichter Schmidt aus Obermoschel ließ die Burgruine 1802 versteigern, die schließlich durch Schenkung an den Kulturhistorischen Verein Mannweiler-Cölln kam.

Informationen: Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel, Tel. 06362 / 3030
Besichtigungen sind jederzeit möglich, die Burg ist ganzjährig frei zugänglich.

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