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Eisenberg - Burg Stauf

Zwischen Ramsen und Eisenberg erhebt sich ein kegelförmiger Berg, der sich wegen seiner Form und Lage schon frühzeitig zur Befestigung anbot. Die Burg Stauf, von der nur noch wenige salisch-staufische Mauerreste vorhanden sind, könnte eine der ältesten Wehr- und Schutzburgen der Pfalz gewesen sein. Es dürfte sich zunächst um eine einfache Trumhügelburg mit Palisaden bewehrter Wallumgrenzung gehandelt haben, errichtet auf zum Teil felsigem Untergrund. Der Name „Stauf" soll sich auf die Bergform beziehen, die an ein altdeutsches Hohlmaß erinnert. Der mittelalterliche Ausbau brachte dann eine Gliederung in Vor-, Mittel- und Hauptburg, Letztere mit dem Bergfried. Die Burgkapelle war dem heiligen Nikolaus geweiht.

Gemäß der ersten schriftlichen Erwähnung um 1010 wird ein Zusammenhang zwischen dem Castellum Stoufenburc und dem Kloster Hornbach hergestellt. Im 12. Jahrhundert soll die Burg Sitz eines Adelgeschlechts (gelegen zwischen Worms und Speyer) gewesen sein, von dem ein Götfrid de Stoufen bekannt ist. Wie später die Grafen von Eberstein (mit Stammburg bei Baden-Baden) nach Stauf kamen, ist nicht sicher nachzuweisen, wahrscheinlich durch Einheirat. Die Eigentumsverhältnisse sollten sich in der Folgezeit noch häufi g ändern, sogar von einer Besitzteilung berichten historische Schriften. Im Bauernaufruhr 1525 wurde die Burg teilweise zerstört und war danach unbewohnt. Nach Ende des 30-jährigen Krieges 1648 diente die Burg als Steinbruch für den Wiederaufbau des Dorfes Stauf. Heute ist die Burg Eigentum der Stadt Eisenberg und wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die herrliche Aussicht vom Burgkegel macht sie zu einem beliebten Ausflugsziel.

Informationen: Verbandsgemeinde Eisenberg, Tel. 06351 / 407-440
Besichtigungen sind jederzeit möglich, die Burg ist ganzjährig frei zugänglich.

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